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Horst Lichter – Ich bin dann mal still

Hallo ihr lieben LeserInnen! 

Heute habe ich ein ganz tolles Buch für euch – ein ganz tolles Buch, da ich einfach den Autor sehr gerne mag und weil mich das Buch auch echt abgeholt hat. Aber lest doch gerne mal selbst nach, was mich daran fasziniert hat. 

 

Horst Lichter

mit seinem neusten Werk

Ich bin dann mal still – Meine Suche nach der Ruhe in mir

(Rezensionsexemplar mit besten Dank an Droemer Knaur / Knaur Balance)

 

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Droemer Knaur (3. Mai 2021)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 978-3-426-67604-2
Preis: 18,00 € (TB) / 15,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

Horst Lichter, Deutschlands beliebtester TV-Koch und Moderator, begibt sich auf eine Reise in die Stille und zu sich selbst: Ein Lebensratgeber voller Ruhe, Kraft und Entschleunigung, aber auch voller Humor, Augenzwinkern und Lebensfreude.

Die Sehnsucht nach einem Moment des Innehaltens in einer Welt, die uns alles abverlangt, die Stress und Burnout, Überforderung und Anstrengung mit sich bringt, kennen wir alle. Schweigen, still sein, einatmen, ausatmen, in der Meditation ganz für sich sein – dieses Abenteuer, diese Selbstfindung wagt der Mann, der nie um einen flotten Spruch verlegen ist. Was macht die plötzliche Stille mit ihm? Die Pause vom schnellen Leben?

Ist Meditation der Schlüssel zum Glück? Und was hat es eigentlich mit diesem Buddhismus auf sich?

Horst Lichter erzählt auf sympathische und humorvolle Weise, was ihn zum Schritt in die Stille bewogen hat, warum er sich die Pause vom Alltagsstress gönnt. Er berichtet von der Zeit der Ruhe und was passiert, wenn man plötzlich allein in seinem Kopf ist. Wenn die laute Welt durch die eigenen Gedanken ersetzt wird. Welche Fragen man sich selbst stellt und auch selbst beantworten muss. Und er verrät, was am Ende bleibt von dieser Erfahrung. Wie es gelingt, seine Kraft und innere Mitte zu bewahren, wenn man wieder zurück im Alltagsstress ist. Dieses Buch ist ein spannendes Experiment, berührend, inspirierend und zum Schmunzeln, aber auch echte Lebenshilfe für den Umgang mit der Überforderung und der Belastung, die wir alle täglich spüren.

 

Über den Autor

Horst Lichter ist der wohl beliebteste TV-Koch Deutschlands. Sein Restaurant „Oldiethek“ war legendär. In seiner ZDF-Sendung „Lafer!Lichter!Lecker!“ begeisterte er Woche für Woche Millionen. Und auch mit dem ZDF-Format „Bares für Rares“ stellt er regelmäßig neue Einschaltquotenrekorde auf. Die rheinische Frohnatur ist bekannt für bodenständige, ehrliche Rezepte mit Sahne und Butter. Doch am wichtigsten sind ihm immer noch die Geschichten der Menschen.

Mehr über Horst Lichter erfahrt ihr auf seiner Homepage oder auch auf Instagram

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Wir alle sind auf der Suche nach etwas – die Meisten suchen das Glück, einige Erfolg und wiederum andere suchen ihre Erfüllung im Beruf oder der Familie. Das ist auch ganz gut so. Doch was ist, wenn uns das Leben einfach mal zu viel wird? Wenn es zu laut wird und man einfach mal seine Ruhe haben will oder aber auch haben muss? 

Horst Lichter ist genau das passiert. Sein Leben ist von Höhen und Tiefen geprägt, im Großen und Ganzen liebt er es aber. Er liebt seinen Job, seine Frau Nada und all die Menschen, die er tagtäglich trifft und deren Geschichten er lauschen darf. Doch auch ihm wurde es zu bunt oder aber zu laut in seinem Kopf und er brauchte Ruhe. 

Doch wo bekommt man denn heute schon Ruhe? Ich hätte da einige Ideen, doch auch Horst (oder aber dessen Manager) hatten eine sehr gute: ab mit ihm ins Schweigekloster. Als ich das gelesen habe oder aber den Klappentext, musste ich doch wirklich schmunzeln und wie schreibt er selbst so schön: 

Deswegen war ich ja selber unheimlich neugierig, ob ich, der so wahnsinnig gerne mit Menschen redet, eine ganze Zeit lang die Klappe halten kann. Und “einfach” mal still sein. Vielleicht, dachte ich, sammeln sich schon nach wenigen Tagen dermaßen viele ungesprochene Sätze in mir, dass ich wie eine überhitzte Dampfmaschine glatt durch die Decke gehe.”

Ja, das dachte ich auch – denn ich kenne einige (leider noch nicht alle) seiner Bücher und liebe seine Sendung “Bares für Rares” einfach, da sie so authentisch ist und mitten aus dem Leben erzählt. Spoiler: bei mir wäre es genau so! 

Wie also soll ein Mensch zur Ruhe kommen, zu seiner inneren Stille finden, der tagtäglich Trubel ausgesetzt ist und sich sehr gerne mit Menschen umgibt? Eine sehr gute Frage! 

Horst haben sie also ins Schweigekloster geschickt. Die Idee finde ich schon mal sehr gut, ich selbst habe auch schon darüber nachgedacht, so eine Auszeit zu buchen und mich mal bewusst, mit mir und meinen Gedanken auseinanderzusetzen. Doch noch bevor es mit dem Klosteralltag so richtig losgehen kann, wird nicht nur Horst, sondern auch dem Leser klar, dass Wunschdenken und Realität oft sehr weit auseinander liegen – wenn nicht sogar andere Wege gehen. 

Mit der Meditation, dem richtigen Sitzen, Qi Gong, dem Gebet oder aber dem meditativen Gehen (um nur einige Beispiele zu nennen), war Horst leider nicht zu ködern. Schade, aber nicht jeder Mensch ist dafür gemacht. Was mich aber umso mehr begeistert hat, war die Tatsache, dass er dennoch seine Stille finden konnte und zwar auf seine Art und Weise. Horst hat die Zeit im Schweigekloster genutzt, um sich mit der Natur und so mit sich selbst zu verbinden. Dabei reduziert er die “Stille” nicht nur auf die Akustik, sondern auf das Gesamtbild. 

Was hat mich aber an diesem Buch so fasziniert? Ich war nicht nur von Horsts authentischem Schreibstil/Erzählstil begeistert, sondern auch von seiner Offenheit. Ja, er war im Schweigekloster. Nein, ihm hat es nicht gefallen. Aber: das muss nicht jedem so gehen! 

In seinem neuen Werk offenbart er seine Gedanken rund um sein Leben, die heutige Gesellschaft und auch seine Sorgen und wie er mit ihnen umgeht. Er lässt nichts aus, beschönigt nichts und versucht auch nicht irgendetwas zu erzählen, um zu gefallen. Horst ist Horst und das ist gut so! 

Für mich war es wirklich toll, seinen Gedanken zu folgen und auch über all die aufgeworfenen Fragen nachzudenken. Einfach mal zu schauen: was meine ich dazu? Wie denke ich darüber? Und wäre es bei mir vielleicht genau dasselbe? 

Letzten Endes bin ich tatsächlich auch mit ihm überein gekommen, dass das Schweigekloster auch für mich nichts wäre, da ich es mir einfach anders vorgestellt habe. Meine Gedanken würden mich wohl auch so laut und nachdrücklich verfolgen, dass ich die Stille gar nicht erst finden könnte. Alles in einem kann ich euch allen dieses Buch einfach nur aus tiefstem Herzen empfehlen! 

Und wie könnte ich besser abschließen als mit einer Erkenntnis von Horst: 

“Auf der Suche nach der Ruhe in mir ist mir vieles klar geworden. 
Wie unendlich wichtig “Ruhe” für mich ist. Und dass Ruhe nicht nur eine akustische Bedeutung hat.
In der Still entspannt die Seele.
Stille und innere Ruhe empfinde ich, wenn ich glücklich bin. Wenn ich in Harmonie mit den Menschen, Tieren und der Natur leben kann.
Wenn mich meine Arbeit erfreut. Wenn Demut und Dankbarkeit für ein erfülltes Leben mich erden.”

Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Danke, Horst!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten (mit einer HERZENSempfehlung!)

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