Noah Fitz – Mischa vertrieben (Band 1)

Guten Morgen liebe #bookies, 

weiter geht es mit der nächsten Rezension zu einem Buch, das mich doch einige Zeit lang beschäftigt hat. 

Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an Kampenwand Verlag (Nova MD)! 

 

Infos zum Buch:

Paperback: 337 Seiten
Verlag: Kampenwand Verlag (Nova MD); Erstauflage (21. Juni 2022)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 978-3986600648
Preis: 14,85 € (Paperback) / 4,99 € (Kindle)

 

Inhalt: 

Johannsfelden (Roter Oktober) Russland an der Wolga. Oktober 1941 – Nun steht sie da und kann ihr Schluchzen nicht mehr unterdrücken. Johanna muss zusehen, wie ihr geliebtes Zuhause in Flammen aufgeht. Mit ihren Kindern Gregor, Michael (genannt Mischa) und Anita wird sie aus ihrer Heimat vertrieben.

»Schnell! Packt eure Sachen und verschwindet von hier! Die kommen, um euch zu holen!«

Ihnen bleibt nicht mehr als ein Koffer. Sie wissen nicht, was mit ihnen passiert. Zusammen mit anderen Deutschen werden sie zum Bahnhof eskortiert, um später brutal in Viehwaggons nach Sibirien abtransportiert zu werden.

So beginnt Teil 1 von »Mischa – vertrieben« der bewegenden Geschichte über den Jungen, der an das Gute glaubte.

 

 

Was sage ich dazu? 

Mit dem Roman “Vertrieben” von Noah Fitz haltet ihr keine leichte Kost und definitiv keinen Wohlfühlroman in den Händen, den man in einem Rutsch durchlesen kann oder den man ungezwungen bei schönem Wetter auf der Terrasse lesen kann. Beileibe nicht. In “Vertrieben” wird die Geschichte von Mischa erzählt, der eines Tages aus seinem normalen Umfeld gerissen wurde und ab diesem Zeitpunkt keine einfache Kindheit erleben durfte. 

Fitz Noah versteht es sich darauf, eine drückende Stimmung zu erzeugen. Ich musste das Buch während dem Lesen mehrfach zur Seite legen, da ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe Tränen verdrückt und gemerkt, wie sehr ich mich dem Erzählfluss angepasst habe und irgendwann – ja, irgendwann – steckte ich mittendrin und konnte nicht mehr aufhören. Ich stellte mir vor, wie es mir ergehen würde, wie ich mich fühlen würde und wie ich reagieren würde. Und ich war ohnmächtig vor lauter Angst und Zweifel und war tatsächlich froh, wenn ich das Buch zuklappen und die Geschichte ruhen lassen konnte. Mein Kopfkino ging trotz allem weiter. 

Beklemmung, Angst, Ohnmacht – das sind nur ein paar Gefühle, die in mir aufgestiegen sind als ich am lesen war. Nein, dieses Buch ist definitiv keine leichte Kost, kein Sommerroman, kein Wohlfühlroman und keine Romanze. Dieses Buch spiegelt die harte Realität wieder – momentan mehr denn je, wenn man an die Situation in der Ukraine denkt. 

Ja, ich kann dieses Buch empfehlen, wenn ihr gewappnet seid. Ich persönlich brauche etwas Zeit bis ich Teil 2 beginnen kann. 

 

Meine Bewertung: 

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